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Restaurantführer Baden-Baden 2006 Seit mittlerweile 53 Jahren gehört das Restaurant „Stahlbad“ zu den besten der Stadt. Der Besuch in dem wunderschönen Haus aus der Zeit der Jahrhundertwende lohnt sich sowohl in der warmen Jahreszeit als auch im Winter. Im neu gestalteten Außenbereich (60 Plätze) mit Blick auf die Lichtentaler Allee sitzt es sich noch schöner als bisher, im eleganten Inneren des Hauses (ebenfalls 60 Plätze) sieht man von einigen Tischen aus das gegenüber liegende imposante „Goldene Kreuz“. Wenn dieses Gebäude abends angestrahlt wird, kommt man sich wie in Paris oder New York vor. Auch dort wüssten Feinschmecker die Gerichte im Stahlbad sicherlich zu schätzen, die Elisabeth Schwank (mittlerweile 85 Jahre) und Küchenchef Jürgen Degler als eingespieltes Team zaubern. Während im Hintergrund leise Evergreens von Elvis Presley oder auch Ben E. King laufen, beginnen wir mit zwei Vorspeisen: einem Tatar vom Wildlachs mit Reibeküchle und Dill-Sahne, dem einer der am besten angemachten Salate überhaupt beiliegt (13,50 Euro) und der herausragenden weil unglaublich zarten Gänseleber an Calvados-Jus und Apfel (13 Euro). Dazu lassen wir uns den 2001er Weißwein „Chateau de Rolland, Grand Vin de Sauternes“ schmecken (0,1l à 7 Euro). Als Hauptgang empfehlen wir Fischfans den gebratenen Seeteufel an weißer Pfeffersauce mit breiten Nudeln (24 Euro). Die Portion ist keineswegs so überschaubar wie in anderen Spitzenlokalen und die Sauce so lecker, dass wir gerne das Angebot des Obers annehmen, der uns nachschöpft. Dazu genießen wir einen chilenischen Wein (2003er Concha y Toro Chardonnay, 0,25l à 6,50 Euro). Auf der Fleischkarte gehören die Rehmedaillons „Baden-Baden“ mit Spätzle, Wacholderrahmsauce, Kastanien und Preiselbeerbirne (28 Euro) zu den Highlights, aber auch günstigere Gerichte wie die Schweinemedaillons „Gärtnerin-Art“ mit frischem Marktgemüse Pilzrahmsauce und Kartoffelküchle oder das Wiener Schnitzel mit Lyoner-Kartoffeln und gemischtem Blattsalat (je 17 Euro) schmecken überdurchschnittlich gut. Zum Nachtisch wählen wir das „Mousse au chocolat von der Valrhona-Couverture“ und die „Sabayone „Mona Lisa“ mit Vanille-Eis“ (je 8 Euro) Das Besondere am Stahlbad ist neben der sehr guten Küche ganz klar die Herzlichkeit und Aufmerksamkeit, mit der hier alle Angestellten und Chefin Uschi Mönch agieren. Nie aufdringlich, aber immer zur rechten Zeit am Tisch, um zu empfehlen, zu servieren und nach Extrawünschen zu fragen. Im Stahlbad fühlen sich alle wohl, die die Vorteile eines Familienbetriebs und einem eingespielten Stammpersonal zu schätzen wissen. Nur allzu verständlich, dass hier neben zahlreichen Touristen auch zahlreiche Prominente immer wieder gerne einen Tisch reservieren. Wer noch nie hier war: das preisgünstige 3-Gang-Menü mit Spezialitäten aus Großmutters Küche gilt sowohl mittags, abends als auch an Wochenenden. Ganz klar: keines der gehobenen Restaurants verfügt über ein so ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis. Life-Art-Anzeige
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